23. Mai 2024 – Das Bundesamt für Energie (BFE) macht in seinem vierten Faktenblatt geltend, dass das Stromgesetz die demokratischen Mitspracherechte der Bevölkerung und die juristischen Beschwerdemöglichkeiten von Privatpersonen und Verbänden bestehen blieben. Das ist zwar formal richtig aber beschönigend. In der Praxis wird es in Zukunft kaum mehr möglich sein den Bau von Grosskraftwerken mit den demokratischen und rechtlichen Mitteln zu verhindern.

Stromgesetz: Wahrung der Mitsprache- und Beschwerderechte Read More »

7. Mai 2024 – Das Bundesamt für Energie (BFE) hält in seinem dritten Faktenblatt fest, dass das Stromversorgungsgesetz Natur und Landschaft schone. Dennoch müssen 12 bestehende Staumauern erhöht, rund 19 neue Wasserkraftwerke sowie 200 Windturbinen und 500 alpine Solarparks von der Grösse der Stadt Bern gebaut werden, um die gesetzlichen Ausbauziele zu erreichen.

Stromgesetz: Schonung von Natur und Landschaft Read More »

12. März 2024 – Ein grossflächiger Stromausfall stellt gemäss Risikobericht des Bundes das grösste Risiko für die Schweiz dar. Die Häufigkeit dieses Szenarios wird mit einmal in 30 Jahren angegeben. Die damit verbundenen Kosten belaufen sich auf 200 Mia. CHF. Angesichts dieser bedrohlichen Situation sollte muss die Versorgungssicherheit bei der Erreichung der Klimaziele oberste Priorität haben.

Vortrag bei der TNG: Energiewende und Versorgungssicherheit Read More »

29. Februar 2024 – Um das Netto-Null-Ziel zu erreichen, muss das Energiesystem grundlegend umgebaut werden. Auch das Stromnetz muss ausgebaut werden. In der neuen Rubrik https://georgschwarz.ch/stromnetz/ werden die Berechnungsgrundlagen für die damit verbundenen Kosten aufgezeigt. So müssen im Rahmen der Umsetzung des Basisszenarios der Energieperspektiven 2050+ 115,5 Mia. CHF in das heutige Stromnetz investiert werden. Davon entfallen allein 81,5 Mia. CHF auf den erforderlichen Ausbau des Stromnetzes.

Die Kosten des Netzausbaus Read More »

23. Februar 2024 – Mit der «Blackout stoppen»-Initiative wurde die Debatte über die Rolle der Kernenergie neu lanciert. Die Gegner der Initiative argumentieren mit den zu hohen Kosten der Kernenergie. Diese Argumentation ist nicht stichhaltig. Eine Stromversorgung mit Wind- und Solarenergie wäre teurer. Zudem kann die schweizerische Stromversorgung mit Dachsolaranlagen allein nicht sichergestellt werden. Es geht nicht ohne Windturbinen oder alpine Solaranlagen welche die Landschaft massiv beeinträchtigen.

Das Märchen vom billigen Solarstrom, der von unseren Dächern kommt Read More »

28. November 2023 -Entgegen vielfach geäusserter Vorurteile sind die Kosten der Kernenergie nicht zu hoch. Ein neues Kernkraftwerk in der Schweiz würde Strom für 57 CHF/MWh produzieren. Diese Kosten beinhalten sämtliche Kosten inklusive die Kosten für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle sowie für die Stilllegung des Kernkraftwerks. Neue Kernkraftwerke produzieren somit in etwa zu den gleich niedrigen Kosten wie die bestehende Speicher-Wasserkraftwerke. Sie  produzieren auch deutlich günstiger als Photovoltaik und Windenergie.

Kernenergie ist nicht teuer Read More »

21. November 2023 -Die Axpo bietet mit dem «Power-Switcher» eine Softwareplattform an, mit der zukünftige Entwicklungen der Schweizer Stromwirtschaft simuliert werden können. Der Blog georgschwarz.ch ist mit einem eigenen Szenario im Berechnungstool vertreten. Mit dem «Power-Switcher» haben auch Sie die Möglichkeit, eigene Szenarien der Energiezukunft zu erstellen, diese zu vergleichen und an den verschiedenen Stellschrauben der Energieproduktion zu drehen.

georgschwarz.ch neu auch im «Power-Switcher» Read More »

22. August 2023 – Am 3. September 2023 stimmt die Stadt Zürich über den Bau einer dritten Verbrennungslinie in der Kehrichtverbrennungsanlage Hagenholz ab. Damit findet eine langjährige und teure Serie von Fehlplanungen bei Entsorgung und Recycling Zürich ERZ einen vorläufig neuen Höhepunkt. Trotz hoher Kosten von 367 Mio. CHF können die direkten städtischen CO2 Emissionen mit der neuen Verbrennungslinie um lediglich 1,3% gesenkt werden. Es zeigt sich einmal mehr, dass Fernwärme trotz enorm hoher Kosten nur einen sehr kleinen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Klimaschutzbeitrag der neuen Verbrennungslinie Hagenholz ist vernachlässigbar klein Read More »

27. Juli 2023 – Um die Akzeptanz des Klimaschutzes in der Bevölkerung nicht zu gefährden, werden in der Energiestrategie des Bundes umstrittene Produktionstechnologien wie alpine Solaranlagen, Wind- oder Kernkraftwerke weitgehend ausgeklammert. Damit die Strategie trotzdem aufgeht, werden übertrieben optimistische Annahmen zur Reduktion des künftigen Stromverbrauchs oder zu den Importmöglichkeiten von klimaneutralen Energieträgern gemacht. Diese weitgehend auf Wunschdenken basierende Strategie ist nicht erfolgversprechend und gefährdet die Versorgungssicherheit der Schweiz. Im Folgenden werden die notwendigen Anpassungen zur Verhinderung einer Strommangellage aufgezeigt.

Wie eine Strommangellage in der Schweiz verhindert werden kann Read More »

9. Juli 2023 – Hitze verursacht Todesfälle und Produktivitätsverluste. Selbst wenn das Netto-Null-Klimaziel bis 2050 erreicht wird, sind die hitzebedingten Zusatzkosten erheblich. Mit Klimaanlagen könnten Hunderte von Menschenleben gerettet werden. Doch leider ist diese einfache und kostengünstige Lösung in der Klimadiskussion kein Thema.

Klimaanlagen gegen Hitzetote Read More »

21. Juni 2023 – Um die Ziele des neuen Klimaschutzgesetzes zu erreichen, wird im Winter deutlich mehr Strom benötigt als bisher. Dieser Mehrbedarf kann nicht mit Dachsolaranlagen allein gedeckt werden. Will die Schweiz teure und unsichere Stromimporte vermeiden, müssen stattdessen Windparks, alpine Solaranlagen oder Kernkraftwerke gebaut werden. Alle drei Alternativen sind jedoch heftig umstritten und benötigen verbesserte Rahmenbedingungen, um in nennenswertem Umfang zum Einsatz zu kommen. Wie solche Rahmenbedingungen für die Kernenergie aussehen könnten, wird im Folgenden aufgezeigt.

Rahmenbedingungen für den Neubau von Kernkraftwerken in der Schweiz Read More »

10. Juni 2023 – Die These, dass «Nichtstun» teurer ist als aktiver Klimaschutz, wird von den für die Schweiz vorliegenden Studien nur für ein zukünftiges Energiesystem auf Basis der Kernenergie gestützt. Die von der offiziellen Politik favorisierten photovoltaikbasierten Energiesysteme sind vier- bis zehnmal teurer als «Nichtstun».

«Nichtstun» beim Klimaschutz kostet meistens weniger und nicht mehr Read More »

8. Juni 2023 – In einem pünktlich zum Abstimmungskampf zum Klimaschutzgesetz publizierten Whitepaper der ETH Zürich wird für die Kosten des Klimaschutzes eine Bandbreite von 380 bis 600 CHF pro Person und Jahr angegeben. Diese im Vergleich zu realistischen Studien fünf- bis siebenfach zu niedrigen Zahlen basieren jedoch auf verzerrenden Durchschnittskosten und einer selektiven Auswahl genehmer Szenarien unter Verwendung unveröffentlichter und provisorischer Ergebnisse.

Whitepaper der ETH schönt die Kosten des Klimaschutzes Read More »

30. Mai 2023 – Es überrascht nicht, dass die im Abstimmungskampf um das Klimaschutzgesetz von beiden Seiten in Umlauf gebrachten Kosten wenig belastbar sind. Ein Vergleich der wichtigsten Kostenstudien zeigt, dass die Energiewende nicht gratis zu haben sein wird. Bei den heute favorisierten Energiesystemen, die mehrheitlich auf Photovoltaik basieren, ergeben sich je nach angenommenem Energieverbrauch und angestrebter Versorgungssicherheit Mehrkosten zwischen 1’600 und 4’400 Franken pro Jahr und Person. Dies ist zwar weniger als die von der SVP behaupteten 6’600 Franken, aber immer noch substanziell.

Was kostet der Klimaschutz? Read More »

4. Mai 2023 – Mit dem Klimaschutzgesetz (KIG), über das wir Mitte Juni abstimmen, wird der Fahrplan für die Dekarbonsierung deutlich beschleunigt. Eine einfache rechnerische Überprüfung dieses Fahrplans zeigt aber, dass viel drastischere Massnahmen als bisher angekündigt nötig werden. Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, müsste der Neubau und Ersatz von fossilen Heizsystemen per sofort verboten werden. Das Verbot von Verbrennungsmotoren wäre spätestens 2028 fällig.

Klimaschutzgesetz erfordert drastischere Massnahmen als kommuniziert Read More »

22. April 2023 – Jetzt signalisiert auch die Umweltkommission des Nationalrates, dass sie die aktuelle Energiestrategie des Bundes für nicht umsetzbar hält. Um den künftigen Strombedarf von Wärmepumpen und Elektroautos auch im Winter decken zu können, will sie Wärmekraftkopplungsanlagen bauen – diese werden mit fossilen Energieträgern befeuert.

Die Energiestrategie der Schweiz ist nicht umsetzbar Read More »

14. April 2023 – Eine Energiewende ohne schmerzhafte Opfer ist nicht zu haben: In seiner Energiestrategie geht der Bund davon aus, dass die Klimaneutralität bis 2050 ausschliesslich mit erneuerbarer Energie und zu moderaten Kosten erreicht werden kann. Die Überprüfung zeigt: Das Ziel ist grundsätzlich erreichbar, es müssen dafür aber gewichtige Abstriche beim Landschaftsschutz in Kauf genommen werden.

Kolumne im Bulletin des Nuklearforums Schweiz Read More »

23. März 2023 – Der Nationalrat verknüpft die Erreichung der Energieziele mit der Erhöhung der Restwassermengen. Obwohl dieser Entscheid nur geringe direkte ökologische Auswirkungen hat, ist der Widerstand dagegen gross. Werden die Energieziele nicht erreicht, können auch die Restwassermengen nicht erhöht werden. Es sei denn, man kompensiere die restwasserbedingten Produktionsverluste durch andere Anlagen. Dafür bräuchte es beispielsweise zwischen 285 und 796 zusätzliche Windturbinen oder 98 bis 273 alpine Solaranlagen in der Grösse von Gondosolar.

Umweltverbände im Restwasserdilemma Read More »